



Deutsche Börse Photography Foundation
20.02.2026 - 16.08.2026
Die ausgestellten künstlerischen Positionen reflektieren biografische Erfahrungen, subjektive Wahrnehmungsmuster und persönliche Interessen. Gleichzeitig verflechten sich diese individuellen Ausgangspunkte mit kollektiven Realitäten und übergeordneten Themen. Sie zeigen alltägliche wie übernatürliche, hoffnungsvolle wie katastrophale Momente, immer auf der Suche nach Übergängen, Schwellen oder Grenzen. Zeitgenössische Mikrokosmen stehen Erinnerungsräumen gegenüber, in denen ostdeutsches Gedächtnis, koloniale Kontinuitäten oder migrantische Resilienz verhandelt werden. Urbane Infrastrukturen und menschliche Ordnungen treffen auf die Verwundbarkeit der Natur und offenbaren eine fragile Balance. Gesellschaftliche Spannungen – gegenwärtige und vergangene – werden visuell verarbeitet.
Die in der Ausstellung gezeigten Künstler*innen sind: Lena Bils, Charlotte Burkhardt, Simon Gilmer, E. Elif Gönüllü, Nelly Habelt, Philomena Hummel, Elinor Zoë Karl, Lea Kulens, Len David Oswald, Marie Schwarze, Markus Seibel, Madlen Strebel, Tatiana Vdovenko und Kerstin Weiser.
Kuratiert wurde die Ausstellung von: Polina Arzhenovskova, Leonie Cecco, Fanny Dommers, Aissata Drieling, Charlotte Häger, Antonia Janke, Egor Miroshnichenko, Alexandra Rücker, Mattis Thomsen, Max Zimmermann und Carla Veit. Die Zusammenarbeit erfolgt unter der Leitung von Anne-Marie Beckmann, Direktorin der Deutsche Börse Photography Foundation, Stefanie Heraeus, Leiterin des Studiengangs Curatorial Studies an der Goethe-Universität Frankfurt und Martin Liebscher, Professor an der HfG Offenbach.
(Auszug aus der Website)
Der Katalog nutzt eine selektive Seitennummerierung, um einen Rhythmus zwischen Inhalt und Leere zu schaffen. Technische Informationen wurden auf den Umschlag verlagert, wodurch die konzeptionelle Struktur der Publikation unterstrichen wird, während das körnige Umschlagpapier und das Pantone-Reflexblau sie an die visuelle Identität der Institution anpassen.
Die Publikation entstand im Rahmen der Ausstellung und wurde von Ella Petschetschjan gestaltet.




27.01.2026 - 07.03.2026
Die Publikation betrachtet aufblasbare Schwimmkörper als Skulpturen, die die Grenzen zwischen Körper, Material und geformter Natur verhandeln. Sie erforscht das Versprechen von Sicherheit und Leichtigkeit und dessen Zerfall, wenn Luft, Form und Kontrolle entweichen. In einer intimen Choreografie aus Halt, Widerstand und Umarmung begegnen sich Mensch und Objekt. Der Badesee wird zur künstlichen Bühne für Eskapismus, Oberfläche und Verletzlichkeit.
Die Publikation ist in enger Zusammenarbeit mit der Materialität der Ausstellung entstanden: Die Seiten sind Spritzwasserschützend beschichtet, eine Spiralbindung ermöglicht sehr praktische Handhabung und über dem Cover liegt eine Vinyl-Seite mit integriertem Ventil, die die Materialität noch einmal aufgreift.



Dieses Projekt widmet sich dem Nachlass meiner Großeltern, der nach ihrem Tod in ihrem Haus fotografisch dokumentiert wurde. Ziel war es, ein Archiv zu erstellen, das sowohl emotional bedeutsame als auch alltägliche Gegenstände umfasst – Objekte, die das Familienleben über viele Jahre hinweg geprägt haben. Die Dokumentation erfolgte, bevor die Gegenstände im Zuge des Ausräumens das Haus verließen und ihren vertrauten Kontext verloren.
Das daraus entstandene Buch ist eine kreative Interpretation eines Leporellos, das sich in verschiedene Richtungen entfalten lässt. Dadurch entsteht eine visuelle Reise durch die einzelnen Räume des Hauses, dargestellt durch Fotografien der Objekte.
Ergänzt wird das Projekt durch Cyanotypien, die auf alten Stofftaschentüchern meiner Großeltern belichtet wurden. Sie zeigen verblassende Fotografien aus dem Familienarchiv und wirken wie schwebende Fragmente von Erinnerungen, die sich durch das Buch ziehen.
Ein Exemplar des Buches befindet sich in der Sammlung des Klingspor Museum Offenbach
copyright Foto 1 und 2 v.l.n.r.: Lea Kulens




Jahresrückblick
Eine Buch-Arbeit im Stil von alten Zigarettenbilder-Sammelalben (ca. 25cm x 20cm, handgestickt und handgeschnitten),
in der einer über Jahrzehnte zusammengetragenen alten Passbildsammlung neue Identitäten und Geschichten zugeordnet werden. Dies geschieht in Kombination mit Handabzügen auf abgelaufenem Fotopapier von Fotos aus dem Archiv meiner Großeltern.
Die Arbeit war Teil des HfG-Rundgangs 2023 und wurde im Fachbereich Fotografie von Prof. Martin Liebscher ausgestellt.